1

Grundlegendes

Routinemässig führen wir Infiltrationstherapien von Nervenwurzeln und kleinen Wirbelgelenke CT-graphisch gesteuert an der Lendenwirbelsäule durch, ebenso an den Iliosakralgelenke (ISG). Des weiteren bieten wir bildgesteuerte Injektionen unter Röntgen-Durchleuchtung zur Schmerztherapie und Entzündungshemmung in allen übrigen Gelenke an.
2

Vor der Untersuchung

In Abhängigkeit vom Patientenalter (>50) sowie eventueller Antikoagulation benötigen wir vor der Therapie einen aktuellen Gerinngsstatus (nicht älter als 14 Tage). Vor der Intervention wird der Patient schriftlich und mündlich über das Procedere und damit verbundene Risiken aufgeklärt.
3

Schmerztherapie

Bei der Gelenkinfiltration unter Röntgen-Durchleuchtung wird das betroffene Gelenk nach vorgängiger örtlicher Betäubung mit einer dünnen Nadel vom Radiologen punktiert, danach erfolgt die Gabe des entsprechenden Medikamentes in das Gelenk.
Eine periradikuläre Therapie (PRT) wird unter Zuhilfenahme von hochauflösenden Schichtaufnahmen unseres Computertomographen durchgeführt. Nach primären Planungsschichten legt der Radiologe den am besten geeigneten Zugangsweg an die zu behandelnde Nervenwurzel fest.
Unter wiederholter Sichtkontrolle wird die Nadel bis an die Nervenwurzel vorgeschoben, die Nadel bleibt dabei jederzeit ausserhalb des Rückenmarkkanales. Ist die endgültige Nadelposition erreicht, werden die entsprechenden Medikamente sowie wenig iodhaltiges Kontrastmittel gespritzt. Anschliessend wird die Verteilung des Gemisches mit einer Abschlusskontrolle dokumentiert.
4

Nach der Untersuchung

Nach einer Gelenkinfiltration können Sie das Institut in der Regel verlassen. Sie sollten das behandelte Gelenk für die nächsten 24 Stunden schonen.
Im Anschluss einer PRT bitten wir unsere Patienten ca. 30-45 im Institut zu verweilen. Der Radiologe prüft nach Ablauf dieser Zeit sowohl den primären Erfolg der Behandlung (Schmerzreduktion) als auch die Muskelkraft der behandelten Extremität. Gelegentlich ergibt sich daraus ev. eine längere Beobachtungsdauer im Institut.
Am Ende der Behandlung verlassen Sie das Institut mit einer Begleitperson aus ihrem privaten Umfeld.
Sie sind am Behandlungstag nicht mehr arbeitsfähig und dürfen auch keine Fahrzeuge führen.
Ihr Hausarzt erhält nach Abschluss der Behandlung einen schriftlichen Bericht, er führt auch die weiteren klinischen Kontrollen durch. Sollte sich nach der Behandlung (1-2 Wochen Beobachtungszeit) kein ausreichender Erfolg einstellen, kann die Behandlung in einem Abstand von frühestens 4 Wochen problemlos wiederholt werden, dies nach Rücksprache und erneuter Anmeldung durch Ihren Hausarzt.