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Was ist eine Herz-CT?

Die Herz-Computertomographie (CT) ist ein modernes Röntgen-Diagnose-Verfahren zur Darstellung des Herzens, insbesondere der Herzkranzgefässe (Koronararterien). 
Die Herz-CT ist eine besonders schonende, nichtinvasive Untersuchungsmethode. Es erfolgen keine Eingriffe in den Körper wie beispielsweise bei einer Herzkatheteruntersuchung. Die Herz-CT ist völlig schmerzfrei und wird ambulant durchgeführt.
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Wie funktioniert eine Herz-CT Untersuchung?

Wir führen Ihre Herz-CT an einem hochmodernen Dual-Source-Computertomographen der Firma Siemens durch. Dieses Gerät der neuesten Generation ermöglicht uns hochwertige Aufnahmen am schlagenden Herzen mit hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung. 
Während der Untersuchung drehen sich zwei Röntgenröhren um den Untersuchungstisch und nehmen Ihr Herz mit hoher Geschwindigkeit auf. Aus diesen Daten berechnet unser Computer dann 2- und 3-dimensionale Bilder zur Beurteilung der verschiedenen Herzstrukturen.
In nur wenigen Minuten werden zwei Teiluntersuchungen hintereinander durchgeführt, nämlich die Koronarkalkbestimmung und die CT-Koronarangiographie.
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Was ist eine Koronarkalkbestimmung (Calcium Score / Agatston Score)?

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in der Schweiz die häufigste Todesursache. Im Jahr 2020 starben 25,4% der Männer und 28.4% der Frauen an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung (Quelle: Bundesamt für Statistik 2022).
Mit der Koronarkalkbestimmung können Sie eine aktive Vorsorge betreiben und Ihr persönliches Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung besser abschätzen.  Mit dem Ergebnis können Sie, gemeinsam mit Ihrem Arzt, proaktiv Massnahmen ergreifen um ihr Risiko zu minimieren.
Die Koronarkalkbestimmung erfolgt nativ d.h. ohne Kontrastmittel-Applikation. Im Anschluss wird der individuelle Calcium (Agatston) Score mittels einer speziellen Software ermittelt.
Die Koronarkalkbestimmung ist bei uns integraler Bestandteil jeder Herz-CT, wir führen sie auf Wunsch aber auch gerne separat durch.
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Was bedeutet eine Gefässdarstellung (CT-Koronarangiographie)?

Die Herzkranzgefässe (Koronarien) versorgen das Herz mit sauerstoffreichem Blut. Im Laufe des Lebens können sich Ablagerungen, sogenannte Plaques, in den Gefässe bilden und die Herzkranzgefässe verengen. Liegen eine oder mehrere höhergradige Verengungen vor, spricht man von koronarer Herzkrankheit (KHK).  Durch den verminderten Blutfluss in den Herzkranzgefässen kann es beispielsweise zu Schmerzen in der Brust, Kurzatmigkeit (Dyspnoe) oder verminderter Belastbarkeit kommen. Es besteht ein erhöhtes Risiko für ein sogenanntes kardiovaskuläres Ereignis wie einen Herzinfarkt.
Aus diesem Grund spielt die anatomische Darstellung des Herzens, der Herzkranzgefässe sowie der grossen herznahen Gefässe eine wichtige Rolle in der kardiologischen Diagnostik und Therapieplanung.
Durch erhebliche technische Fortschritte in den letzten Jahren besteht heute die Möglichkeit Koronargefässe verlässlich mittels Herz-CT darzustellen bzw. eine behandlungsbedürftige Verengung auszuschliessen.
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Was für einer Strahlenexposition bin ich bei der CT-Koronarangiographie ausgesetzt?

Bei Herzkatheteruntersuchungen und CT-Koronarangiographien werden Röntgenstrahlen eingesetzt, d.h. beide Untersuchungsverfahren sind mit einer Strahlendosis verbunden. Ihre individuelle Strahlendosis variiert je nach Fragestellung bzw. Konstitution. Bei einer CT-Koronarangiographie liegt beispielsweise die Strahlendosis z.T. unter 1mSv und i.d.R. niedriger als jene Dosis, der jeder Mensch Jahr für Jahr aus der Umwelt ausgesetzt ist.